Wenn ein Fragezeichen hinter der Aussage Sicherheit Altersvorsorge Ärzte entsteht und große Verluste auftreten, ist der Reflex oft: „Dann war das eben zu riskant.“ Der spannendere Punkt ist häufig ein anderer: Liquidität – also die Fähigkeit, in schwierigen Phasen handlungsfähig zu bleiben, ohne zu Notpreisen verkaufen zu müssen.
Vor nicht langer Zeit sorgte das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) für Schlagzeilen: Dort wird über Verluste von rund 1,1 Mrd. € (etwa die Hälfte des Vermögens) berichtet; eine Neubewertung lief bzw. läuft, und es geht auch um Investments, die nicht jederzeit einfach veräußerbar sind (1).
Altersvorsorge Ärzte: Was der Fall VZB über illiquide Anlagen zeigt
Illiquide Anlageklassen (z. B. bestimmte Private-Market-Strukturen, Projektbeteiligungen oder schwer handelbare Kreditstrukturen) haben zwei Eigenschaften, die in guten Zeiten gern übersehen werden:
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Bewertungen sind weniger „markt-echt“ (weniger laufende Preisfindung).
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Liquidität kann im Stressfall wegbrechen – dann entscheidet nicht die Theorie, sondern der tatsächliche Cashflow-Bedarf.
Beim VZB wird öffentlich über hohe Verluste und mögliche Auswirkungen auf Anwartschaften diskutiert.
Sicherheit Altersvorsorge Ärzte heißt: erst Cashflow, dann Rendite
Für Ärztinnen/Ärzte und Freiberufler ist Altersvorsorge in der Praxis weniger „Kapitalmarkt-Game“ als Liquiditätsmanagement über Jahrzehnte:
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Wann werden welche Beträge im Ruhestand real entnommen?
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Welche Ausgaben sind fix, welche flexibel?
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Welche Reserven müssen auch in Krisenjahren verfügbar sein?
Sicherheit entsteht dann nicht durch den „richtigen“ Markt-Ausblick, sondern durch eine Struktur, die Entnahmen auch bei schlechten Märkten aushält.
Swensen/Yale-Modell: Pro und Contra für Sicherheit in der Altersvorsorge der Ärzte
Der Gedanke „Endowment-Style“ ist nachvollziehbar: Der Yale-Ansatz (Swensen) setzte stark auf alternative Anlagen und war historisch sehr erfolgreich (2) .
Pro (warum das attraktiv wirkt):
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Diversifikation jenseits von Aktien/Anleihen
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Potenzial auf Illiquiditätsprämie und Manager-Skill
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Langfristiges Denken statt Quartalslogik
Contra (warum das für private Altersvorsorge oft kippt):
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Zugang/Selektion ist entscheidend (Top-Manager vs. Durchschnitt)
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Illiquide Quoten erzeugen Liquiditätsrisiko und Abhängigkeit von Sekundärmärkten
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Swensen selbst warnte, dass viele Institutionen den Yale-Ansatz nicht einfach kopieren sollten – gerade wenn Voraussetzungen (Governance, Ressourcen, Umsetzung) nicht passen.
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Aktuelle Debatten in Endowments drehen sich wieder stärker um Liquidität (u. a. durch schwierige Exit-Märkte in Private Equity).
Nüchtern gesagt: Alternative Anlagen sind nicht „gut“ oder „schlecht“. Sie sind ein Werkzeug – aber Liquidität ist das Betriebssystem.
Sicherheit Altersvorsorge Ärzte in der Praxis: das „Liquiditäts-Bucket“-Prinzip
Ein robuster Ansatz (ohne Anlageberatung, sondern als Strukturprinzip) ist die Trennung nach Zeithorizonten:
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Bucket 1 (kurzfristig): planbare Entnahmen/Reserve → sehr liquide, schwankungsarm
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Bucket 2 (mittelfristig): Puffer für schlechte Jahre → moderates Risiko, hohe Verfügbarkeit
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Bucket 3 (langfristig): Renditetreiber → kann mehr Schwankung/Illiquidität tragen, wenn Verlustgrenzen und Entnahmeplanung sauber sind
Der Kern ist: Illiquidität nur dort, wo Sie sie wirklich aushalten.
Checkliste: Wie Ärzte Liquiditätsrisiko in der Altersvorsorge erkennen
Fragen, die Sie sich stellen sollten (oder Ihrem Berater):
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Welche Quote meines Vermögens ist innerhalb von 12 Monaten realistisch liquidierbar – auch in Stressphasen?
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Wie wird bewertet (Marktpreis vs. Modellpreis) – und wie oft?
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Welche Verlustgrenzen akzeptiere ich, ohne meine Entnahmeplanung zu gefährden?
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Welche Anlagen haben Kapitalabrufe / Lock-ups / Kündigungsfristen?
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Gibt es eine klare Logik, warum Illiquidität hier vergütet wird – oder ist es nur „weil es gerade alle machen“?
Informieren Sie sich vorab auch gern über unsere kostenlosen Webinare. Hier ein Überblick über unsere Angebote:
Fazit: Sicherheit Altersvorsorge Ärzte ist nicht „maximale Rendite“, sondern maximale Handlungsfähigkeit
Der Fall VZB ist (unabhängig von Details und juristischer Aufarbeitung) eine Erinnerung: Liquidität ist kein Luxus. Sie ist das, was verhindert, dass gute Pläne in schlechten Marktphasen scheitern.
Wenn Sie möchten, kann ich den Artikel direkt noch in 2 Varianten umschreiben:
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einmal kürzer (mehr „Blog-SEO snackable“)
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einmal fachlicher (mehr Tiefe zu Illiquiditätsprämie, Bewertungs-/Denominator-Effekten).
Links:
(1) Handelsblatt, 11.12.25, Zahnarzt-Pensionskasse verzockt wohl rund eine Milliarde Euro
´(2) Advisor Perspectives, 20.04.2010, Lessons from Yales Endowment Model and the Financial Crisis







