Für Ärzte, Steuerberater, Rechtsanwälte und andere Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke

Das Versorgungswerk ist für viele Freiberufler ein zentraler Baustein ihrer Altersversorgung. Doch für eine langfristige Ruhestandsplanung reicht es nicht aus, nur die spätere Versorgungsleistung zu betrachten.
Entscheidend ist vielmehr:
Wie passen Versorgungswerk, vorhandenes Vermögen, Kapitalanlagen und Liquidität zu Ihrem gewünschten Lebensstandard im Ruhestand?
Wir betrachten diese Bausteine gemeinsam und entwickeln daraus eine individuelle Finanz- und Liquiditätsplanung.
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Das Versorgungswerk ist ein wichtiger Baustein – aber nicht der einzige
Bei vielen Freiberuflern setzt sich die Altersvorsorge aus ganz unterschiedlichen Bausteinen zusammen:
- Ansprüchen aus dem Versorgungswerk
- Wertpapierdepots und Investmentfonds
- Tages- und Festgeldern
- Immobilien
- privaten Renten- und Lebensversicherungen
- Basisrenten
- Praxis-, Kanzlei- oder Unternehmensvermögen
- weiteren Einkünften und Vermögenswerten
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, wie hoch die spätere Versorgung aus dem Versorgungswerk ausfällt.
Entscheidend ist das Zusammenspiel aller finanziellen Bausteine.
Finanzplanung mit Versorgungswerk: Was sollte geklärt werden?
Eine individuelle Finanz- und Ruhestandsplanung sollte beispielsweise beantworten:
- Welche Leistungen können Sie voraussichtlich aus Ihrem Versorgungswerk erwarten?
- Welchen Lebensstandard möchten Sie im Ruhestand finanzieren?
- Wie viel zusätzliches frei verfügbares Vermögen benötigen Sie dafür?
- Welche Vermögensteile werden zu welchem Zeitpunkt benötigt?
- Welche Anlagen können langfristige Schwankungen verkraften – und welche besser nicht?
- Wie viel Liquidität sollte während des Ruhestands verfügbar sein?
- Welche Rolle spielen Immobilien, größere geplante Ausgaben oder spätere Vermögensübertragungen?
Erst aus dem Zusammenspiel dieser Fragen lässt sich ableiten, welche Funktion zusätzliche Kapitalanlagen oder weitere Altersvorsorgebausteine übernehmen sollten.
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Ruhestandsplanung ist auch Liquiditätsplanung
Ein hohes Vermögen oder eine attraktive rechnerische Altersversorgung bedeutet nicht automatisch, dass zu jedem Zeitpunkt ausreichend frei verfügbares Kapital vorhanden ist.
Deshalb spielt in unserer Planung eine Frage eine besondere Rolle:
Wann benötigen Sie welches Geld?
Kapital, das bereits in wenigen Jahren für Lebenshaltung, größere Anschaffungen oder andere geplante Ausgaben benötigt wird, sollte anders angelegt sein als Vermögen, das langfristig investiert bleiben kann.
Unser Grundgedanke:
Je näher eine geplante Entnahme rückt, desto wichtiger werden Verfügbarkeit und Begrenzung von Wertschwankungen.
Kapital, das langfristig nicht benötigt wird, kann dagegen stärker auf langfristige Ertragschancen ausgerichtet werden.
So verbinden wir Altersvorsorge mit konkreter Liquiditätsplanung.
Zusätzliche Beiträge ins Versorgungswerk – oder Kapital frei anlegen?
Gerade bei höheren Einkommen stellt sich häufig die Frage, wie zusätzlich verfügbares Kapital eingesetzt werden sollte.
Mögliche Alternativen können unter anderem sein:
- zusätzliche Beiträge zum Versorgungswerk
- eine Basisrente
- Investmentfonds und Wertpapierdepots
- private Rentenversicherungen
- Immobilien
- liquide Kapitalanlagen
Eine pauschale Antwort gibt es nicht.
Die Möglichkeiten unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich
Verfügbarkeit · steuerlicher Behandlung · Anlagerisiko · Flexibilität · Vererbbarkeit · Kosten · möglicher lebenslanger Leistungen.
Deshalb sollte eine Entscheidung nicht allein aufgrund einer möglichen Steuerersparnis oder erwarteten Rendite getroffen werden.
Viel wichtiger ist:
Welche Aufgabe soll dieses Kapital innerhalb Ihrer gesamten Finanzplanung übernehmen?
Für wen ist eine Finanzplanung mit Versorgungswerk besonders interessant?
Unsere Beratung richtet sich insbesondere an
Ärztinnen und Ärzte · Zahnärzte · Steuerberater · Rechtsanwälte · Apotheker · Architekten und andere Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke.
Besonders interessant kann eine umfassende Planung sein, wenn Sie
- regelmäßig größere Beträge zurücklegen,
- bereits erhebliches Vermögen aufgebaut haben,
- unterschiedliche Kapitalanlagen und Vorsorgeverträge besitzen,
- sich dem Ruhestand nähern,
- eine Praxis oder Kanzlei verkaufen möchten,
- einen größeren Vermögenszufluss erwarten,
- Immobilien in Ihre Ruhestandsplanung einbeziehen möchten oder
- wissen möchten, wie viel zusätzliches Kapital Sie für Ihren gewünschten Lebensstandard benötigen.
Finanzplanung vor Produktentscheidung
Unsere Beratung beginnt nicht mit einem bestimmten Finanzprodukt.
Zunächst betrachten wir Ihre persönliche Situation:
Versorgungsansprüche · Vermögen · Einnahmen · Verpflichtungen · Liquidität · geplante Ausgaben · persönliche Ziele
Darauf aufbauend entwickeln wir eine langfristige Finanz- und Liquiditätsplanung.
Erst anschließend stellt sich die Frage, ob bestehende Kapitalanlagen und Vorsorgelösungen zur Planung passen oder angepasst bzw. ergänzt werden sollten.
Unser Grundsatz
Nicht das einzelne Produkt entscheidet über eine gute Altersvorsorge, sondern das Zusammenspiel aller finanziellen Bausteine.
Analysen zu Versorgungswerken und Altersvorsorge
Wir beschäftigen uns regelmäßig mit den langfristigen Rahmenbedingungen und Kapitalanlagen berufsständischer Versorgungswerke und der Frage, welche Konsequenzen sich daraus für die persönliche Finanzplanung ergeben können.
Sicherheit in der Altersvorsorge von Ärzten: Liquidität als unterschätzter Risikofaktor
Welche Bedeutung hat Liquidität, wenn ein wesentlicher Teil der Altersvorsorge langfristig gebunden ist?
[Lesen Sie unsere Analyse hier→]
Weitere Themen, mit denen wir uns beschäftigen:
- Kapitalanlagen berufsständischer Versorgungswerke
- Private Credit und alternative Anlagen
- demografische Entwicklung und langfristige Finanzierung
- zusätzliche Beiträge ins Versorgungswerk
- Versorgungswerk oder Basisrente
- Ruhestandsplanung für Freiberufler
FAQ: Häufige Fragen zu Versorgungswerk und Finanzplanung
Stellt die Rente des Versorgungswerk eine ausreichende Altersversorgung dar?
Das lässt sich nicht allgemein beantworten. Entscheidend sind unter anderem die erwartete Versorgungsleistung, der gewünschte Lebensstandard, weitere Einkünfte und das vorhandene frei verfügbare Vermögen. Auch unter Diversifikationsgesichtspunkten ist es nicht ausreichend, seine Altersversorgung nur auf einen Leistungserbringer abzusrellen,
Deshalb betrachten wir das Versorgungswerk nicht isoliert, sondern innerhalb der gesamten Finanz- und Ruhestandsplanung.
Lohnt es sich, zusätzliche Beiträge ins Versorgungswerk einzuzahlen?
Zusätzliche Beiträge können eine Möglichkeit sein. Sie sollten jedoch mit anderen Alternativen verglichen werden. Geprüft werden sollte auch, ob das Versorgungswerk möglicherweise in ähnliche Anlageklassen investiert, wie Sie es mit Ihrem eigenen Vermögen tun.
Dabei spielen unter anderem steuerliche Auswirkungen, Flexibilität, Verfügbarkeit des Kapitals, mögliche Leistungen und die übrige Vermögensstruktur eine Rolle.
Was ist besser: Versorgungswerk, Basisrente oder freie Kapitalanlage?
Versorgungswerk und Basisrente sind vor allem auf eine langfristige Altersversorgung und lebenslange Leistungen ausgerichtet. Beiträge können steuerlich begünstigt sein, dafür ist das eingesetzte Kapital in der Regel langfristig gebunden und nur eingeschränkt verfügbar.
Eine freie Kapitalanlage bietet dagegen deutlich mehr Flexibilität: Das Vermögen kann grundsätzlich jederzeit genutzt, umgeschichtet oder vererbt werden. Dafür trägt der Anleger – abhängig von der gewählten Anlage – stärker das Kapitalmarkt- und Entnahmerisiko.
Entscheidend ist deshalb häufig nicht „Versorgungswerk, Basisrente oder freie Kapitalanlage?“, sondern in welchem Verhältnis diese Bausteine miteinander kombiniert werden sollten. Dabei spielen unter anderem vorhandene Versorgungsansprüche, Steuerbelastung, Liquiditätsbedarf, Anlagehorizont, Risikobereitschaft und der gewünschte Lebensstandard im Ruhestand eine Rolle.
Warum ist Liquidität im Ruhestand wichtig?
Auch bei guten laufenden Alterseinkünften können größere Anschaffungen, Immobilienaufwendungen oder andere Ausgaben zusätzliches Kapital erfordern.
Frei verfügbares Vermögen kann deshalb ein wichtiger Bestandteil einer langfristigen Ruhestandsplanung sein.
Beraten Sie nur Ärzte?
Nein. Unsere Finanzplanung richtet sich an Mitglieder verschiedener berufsständischer Versorgungswerke – insbesondere Ärzte, Zahnärzte, Steuerberater, Rechtsanwälte, Apotheker und Architekten.
Wie passt Ihr Versorgungswerk zu Ihrer persönlichen Finanzplanung?
Versorgungswerk, Kapitalanlagen und übriges Vermögen sollten nicht unabhängig voneinander geplant werden.
Wenn Sie wissen möchten, welche Aufgaben die einzelnen Bausteine für Ihren späteren Lebensstandard übernehmen können, sprechen Sie mit uns.
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FORAIM Finanzmanagement und-Service GmbH
Individuelle Finanz- und Ruhestandsplanung für Privatkunden und Freiberufler
Hamburg und bundesweit online

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information. Individuelle steuerliche und rechtliche Fragestellungen sollten mit den jeweils zuständigen Berufsträgern abgestimmt werden.
